Hamburger Abendblatt

Lange Reise zum weißen Gold

5. April 2013

Das Produkt: Salz aus Bad Reichenhall. Entfernung: 920 Kilometer

Ich habe in den letzten anderthalb Tagen und Nächten 26 Stunden in diversen Zügen verbracht. Der Grund: Bad Reichenhall, wo das Salz aus unserem Einkaufswagen herkommt, ist ziemlich schwer zu erreichen. Es ging zuerst nach München, dann nach Salzburg in Österreich und von da aus mit dem Bummelzug zurück kurz hinter die Grenze nach Oberbayern, wo Bad Reichenhall liegt.  Dort hatte ich dann immerhin viereinhalb Stunden Aufenthalt – und die haben für die lange Reise entschädigt.

Bad Reichenhall ist ziemlich schön. Etwas über 17.000 Einwohner, gepflegte Straßen, bayerisch-schmucke Häuser, blauer Himmel, Alpenpanorama. Ich habe nicht nur die Saline besuchen können, wo heute das Salz aus so genannter Sole gewonnen wird, sondern auch die historische Saline, die noch Bayerns König Ludwig I. errichtet hat – und die der Stadt seinerzeit zu einigem Wohlstand verholfen hat. Salz wurde ja früher einmal mit Gold aufgewogen.

Zufällig habe ich auch Alfons Brümmer kennen gelernt. Er ist 59 Jahre alt und der einzige und derzeit letzte Brunnwart Deutschlands. Sein Job es nämlich, einen Salzbrunnen zu warten. Das macht heute sonst keiner mehr.

Die ersten Eindrücke der letzten anderthalb Tage – zusammengeschnitten im Nachtzug – hier:

 

 

Die ganze(n) Geschichte(n) vom Salz und auch von Herrn Brümmer folgen bald!

von Nina Paulsen

 

Eine Reaktion zu “Lange Reise zum weißen Gold”

  1. vany mit hütchenam 6. April 2013 um 09:15 Uhr

    auf die Geschichten von und über Herrn Brümmer bin ich gespannt.
    Wenn er aufhört, wer wartet denn dann den Brunnen?
    Wartet er noch andere Brunnen?

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