Hamburger Abendblatt

70 Kilo Orangen pro Baum

22. Juli 2013

Produkt: Orangen. Ort: Lora del Rio. Entfernung: 2627 Kilometer.

dc_download_6b24ocd4av6l0nroi6r2Orangen? Kenn ich bisher nur aus dem Laden oder vom Wochenmarkt. Doch irgendwo hier, auf dem Feld in Südspanien, sollen sie zu finden sein, die prächtig aussehenden Exemplare, die Cándido Lahoz Garcia mir eben noch in seinem klimatisierten Büro im Werbeprospekt gezeigt hat. Es ist brütend heiß, fast 40 Grad Celsius, als wir übers Feld stapfen. Der Saft der Orangen ist der Deutschen zweitliebstes Getränk, nach Apfelsaft, glaubt man den Statistiken. Demnach trinkt jeder Deutsche pro Jahr im Schnitt 10,4 Liter Orangensaft. Ein Grund mehr zu sehen, woher die Orangen kommen, die wir im Supermarkt gekauft haben.

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Grießpudding für den Alltag

10. Juli 2013

Produkt: Landliebe-Griespudding. Ort: Heilbronn. Entfernung: 614 Kilometer

Landliebe13Rohre, Rohre, Rohre. Ein Mal, für einen kurzen Moment kann ich etwas von dem Landliebe-Grießpudding sehen: in dem Augenblick, in dem die cremefarbene, dickliche Flüssigkeit in den Puddingbecher fließt. Staccatoartig werden immer acht Becher gefüllt und dann weitergeschoben. Werksleiter Marcus Heil wirft einen prüfenden Blick auf die Maschine und nickt zufrieden.

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Wie die Kuh auf die Schokolade kam

14. Juni 2013

Produkt: Milka-Schokolade. Ort: Lörrach. Entfernung: 816 Kilometer.

AO3A5624Wo nur ist die lila Kuh? Statt Glockenläuten schallt mir Motoren- und Lüfterlärm entgegen, als ich die Produktionshalle für die Milka-Alpenmilchschokolade in Lörrach betrete. Rohre, die aus Wänden kommen, Rohre, die in Wänden verschwinden. Dazu Tanks und sich drehende Walzen, Metalltreppen, hier und da ein Bildschirm, auf dem Zahlen flackern.

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Der lange Weg des Fischstäbchens

11. Juni 2013

Das Produkt: Fischstäbchen. Herkunft: Dutch Harbor/ Alaska. Entfernung: 8073 Km

Die ganze Geschichte jetzt auch im Blog: Alaska-Seelachs ist der beliebteste Fisch der Deutschen. Eine kleine Insel in der Beringsee ist deshalb zu einem florierenden Wirtschaftsstandort mit bester Lebensqualität geworden. Zu Besuch in Dutch Harbor, am anderen Ende der Welt  

Produktion von Fischstäbchen bei Iglo in Bremerhaven.Aus allen Himmelsrichtungen drückt der Sturm die Schiffe gegen das Land. Eiskaltes Meerwasser peitscht gegen ihre metallenen Bäuche, die Gischt ergießt sich in hohen Wellen über den steinigen Strand. Eigentlich ist Dutch Harbor im äußersten Nordwesten Alaskas nichts anderes als ein einziger, salzverkrusteter Hafen. Hunderte Weißkopf-Seeadler leben hier, mehr als Tausend Fischer – und Abermillionen Exemplare eines Tieres, von dem die Zukunft dieses unwirklichen Ortes abhängt: der Alaska-Seelachs. Der Lieblingsfisch der Deutschen, der in gut 300 Meter unter dem Meeresspiegel in der Beringsee zu Hause ist.

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Die Marmeladenkocher

7. Juni 2013

Produkt: Konfitüre „Baseler Schwarzkirsche“. Ort: Bad Schwartau. Entfernung: 77 Kilometer.

SCHWARTAUER WERKE GmbH & Co. KGaA Schwartau Marmeladenwerke„Warum haben Sie denn keine Erdbeermarmelade gekauft?“ Sebastian Schaeffer, Geschäftsführer der Schwartauer Werke, schüttelt den Kopf und lächelt. Schließlich sei doch Erdbeermarmelade der Deutschen liebster süßer Brotaufstrich. Nun, wir hatten bei unserem Einkauf Mövenpick-Marmelade „Baseler Schwarzkirsche“ erworben und eigentlich damit gerechnet, dass diese irgendwo in der Schweiz hergestellt wird. Schließlich ist Mövenpick ein Schweizer Nahrungsmittelunternehmen.

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Die Antwort auf die „Wasserbombe“

1. Juni 2013

Produkt: Tomaten. Herkunft: Naaldwijk (Niederlande). Entfernung: 518 Kilometer.

TomatenBearbeitet18Wer durch das niederländische Westland fährt, fühlt sich ein wenig an das Alte Land vor den Toren Hamburgs erinnert. Eine Vielzahl von Kanälen und aufwändig sanierte Backsteinhäuser stehen für frühere, langsamere Zeiten. Zeiten, in denen die Landwirte ihr Obst und Gemüse oder ihre Blumen noch mit dem Kahn zu den Auktionen transportierten.

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Fairer Kaffee mit bitterem Beigeschmack

27. Mai 2013

Jetzt auch im Blog: Die ganze Reportage über unsere Recherchen in Peru. Dort haben wir viele Kleinbauern getroffen, die Kaffee und Bananen mit Fairtrade-Siegel anbauen und exportieren – und zwar so erfolgreich, dass auch andere vom Geschäft mit dem guten Gewissen profitieren wollen. Aber wie fair kann „fair“ dann überhaupt noch sein? Eine Geschichte über kleine Bauern, große Händler und die Folgen unserer Billig-Mentalität. 

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Haferflocken – ein Frühstück aus Elmshorn

24. Mai 2013

Produkt: Haferflocken. Herkunft: Elmshorn. Entfernung: 36 Kilometer.

Die Decken hängen ein wenig tief, das Fabrikgebäude stammt aus den 20er Jahren. Zwei mächtige Stahlwalzen drehen sich gemächlich in entgegengesetzter Richtung; zwischen ihnen ein kaum sichtbarer Spalt. Ein wenig altertümlich sieht die Maschine aus. Das Rumpeln verstärkt diesen Eindruck. Dabei ist das Ungetüm das Herz der Herstellung der Kölln-Haferflocken. Hier wird das Haferkorn so platt gewalzt, wie wir es vom Essen her kennen.

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Die Deutschen mögen’s heiß und fettig

18. Mai 2013

Das Produkt: Tiefkühlpizza. Herkunft: Wittenburg. Entfernung: 80 Kilometer

Dr. Oetker PizzaPommes? Cola? Big Mac? Tiefkühlpizza? Die meisten Menschen heben bei diesen Nahrungsmitteln erst abwehrend die Hände und schütteln dann heftig mit dem Kopf. „So etwas esse ich nicht. Und wenn doch, dann nur ganz selten“, lautet die typische Reaktion. Nein, mit diesen ungesunden Dickmachern will niemand was zu tun haben. Merkwürdig ist nur, dass diese Produkte in immer größeren Mengen in Deutschland verzehrt werden. Bei den Pommes sind es rund 7,5 Kilo, die jeder Bundesbürger pro Jahr isst, 42 Liter süßer Brausen trinken wir etwa aus dem Hause Coca-Cola und ganze sechs Millionen Big Macs gehen bei uns bei McDonald’s über den Ladentisch – in einem einzigen Monat. Und keiner will es gewesen sein…

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Süße Verführung

16. Mai 2013

Produkt: Zucker. Herkunft: Uelzen. Entfernung: 95 Kilometer.

Bis zu 18 Stunden am Tag. Viel Schlaf bekommt Hans Hinrich Schulz in diesen Tagen nicht. Der Landwirt sitzt die meiste Zeit auf seinem Traktor. Hinter sich her zieht er eine moderne Drillmaschine. 72.000 Euro teuer war sie. 18 kleinen Reihen hebt sie aus. Alle zwanzig Zentimeter lässt sie eine kleine blaue Pille gut zwei Zentimeter im Boden verschwinden. Schulz sät Samen von Zuckerrüben aus. Das Feld liegt ein paar Kilometer nördlich von Uelzen, einer der wichtigsten Produktionsstätten der Nordzucker AG. Von dort stammt unser Zucker.

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