Hamburger Abendblatt

Archiv für das Tag 'Obst'

70 Kilo Orangen pro Baum

22. Juli 2013

Produkt: Orangen. Ort: Lora del Rio. Entfernung: 2627 Kilometer.

dc_download_6b24ocd4av6l0nroi6r2Orangen? Kenn ich bisher nur aus dem Laden oder vom Wochenmarkt. Doch irgendwo hier, auf dem Feld in Südspanien, sollen sie zu finden sein, die prächtig aussehenden Exemplare, die Cándido Lahoz Garcia mir eben noch in seinem klimatisierten Büro im Werbeprospekt gezeigt hat. Es ist brütend heiß, fast 40 Grad Celsius, als wir übers Feld stapfen. Der Saft der Orangen ist der Deutschen zweitliebstes Getränk, nach Apfelsaft, glaubt man den Statistiken. Demnach trinkt jeder Deutsche pro Jahr im Schnitt 10,4 Liter Orangensaft. Ein Grund mehr zu sehen, woher die Orangen kommen, die wir im Supermarkt gekauft haben.

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Die Marmeladenkocher

7. Juni 2013

Produkt: Konfitüre „Baseler Schwarzkirsche“. Ort: Bad Schwartau. Entfernung: 77 Kilometer.

SCHWARTAUER WERKE GmbH & Co. KGaA Schwartau Marmeladenwerke„Warum haben Sie denn keine Erdbeermarmelade gekauft?“ Sebastian Schaeffer, Geschäftsführer der Schwartauer Werke, schüttelt den Kopf und lächelt. Schließlich sei doch Erdbeermarmelade der Deutschen liebster süßer Brotaufstrich. Nun, wir hatten bei unserem Einkauf Mövenpick-Marmelade „Baseler Schwarzkirsche“ erworben und eigentlich damit gerechnet, dass diese irgendwo in der Schweiz hergestellt wird. Schließlich ist Mövenpick ein Schweizer Nahrungsmittelunternehmen.

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Wo der Apfel noch in Ruhe reifen darf

1. Mai 2013

Produkt: Äpfel. Herkunft: Twielenfleth im Alten Land. Entfernung: 46 Kilometer.

Nachmittägliche Ruhe liegt über dem Alten Land. Auf dem Deich flanieren Spaziergänger und genießen einen der ersten Frühlingstage. Hochhausgroße Containerschiffe gleiten die breite Elbe hinauf nach Hamburg. Abendblatt-Fotograf Bertold Fabricius und ich sind mit Susann und Claus-Harry Eckhoff verabredet. Ihr Obsthof liegt – wie so viele hier – direkt an der schmalen Straße, die kilometerlang der Deichlinie folgt. Um zur Lagerhalle zu kommen, müssen wir am Wohnhaus vorbeigehen. Direkt hinter der Halle beginnen dann die Felder.

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Der Einkauf

15. März 2013

Was waren wir naiv.

Es ist Freitag, 13 Uhr, und der Edeka an der Osterstraße in Eimsbüttel ist brechend voll. Eigentlich hatten wir ja gedacht, alle Welt geht am Sonnabend einkaufen, so wie wir normalerweise auch – aber nein, auch Freitag zur besten Mittagszeit schiebt hier jedermann seinen Einkaufswagen durch die engen Regalreihen: Mütter mit Kindern, Studenten, Singles, Paare, Senioren. Und: wir. Nina Paulsen und Oliver Schirg, Reporter beim Hamburger Abendblatt, und Michael Rauhe, Fotograf. Unsere Einkaufsliste ist lang, mindestens so lang wie unsere Gesichter, als wir den Andrang sehen. Naja, da kann man wohl nichts machen. Also rein ins zweifelhafte Vergnügen, bzw. rein in den Supermarkt.

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